Jugend forscht – mit Rehkitz-Detektor, Bohrmaschinenschraubstock und ökologischen Waschmitteln zum Erfolg

Hamburg/Leverkusen, 21. März 2018

14 Jungforscher aus Nordrhein-Westfalen qualifizieren sich für das 53. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Luca Krüger (links) und Leon Flachmann, Landessieger Chemie 2017

Für den 53. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 14 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Leverkusen ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Bayer AG, präsentierten 82 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 46 Forschungsprojekte.

Im Fachgebiet Arbeitswelt siegte Felix Röwekämper (20) aus Ibbenbüren mit einem nutzerfreundlichen Bohrmaschinenschraubstock, dessen integrierter Aufspannmechanismus von nur einer Schraube gehalten wird und so schneller in eine neue Position verschoben werden kann. Im selben Fachgebiet errangen Jan-Hendrik Pielke (18) und Christian Sadowski (19) vom Berufskolleg Rheine des Kreises Steinfurt in Rheine den Landessieg. Mit ihrem innovativen Kommunikationssystem können Rettungsfahrzeuge Informationen direkt an die Radios anderer Verkehrsteilnehmer senden und so etwa schneller eine Unfallstelle erreichen.

Johanna Carolin Kardorff von der Bischöflichen Marienschule Mönchengladbach war im Fachgebiet Biologie erfolgreich. Die 17-Jährige untersuchte die Wirksamkeit von Kosmetikprodukten zur Behandlung von Pickeln und Akne. Theodor Hankammer (15), Luca Scheurer (14) und Emma Hankammer (12) vom Humboldtgymnasium Solingen wurden für ihre Untersuchungen der Reinigungskraft und Umweltverträglichkeit von ökologischen Waschmitteln mit dem Landessieg im Fachgebiet Chemie prämiert. Ein zweiter Landessieg in Chemie ging an Lukas Greth (17) vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Hamm, der untersuchte, ob eine Veränderung des Geruchs im Innenraum von Pkw mit den Emissionen der im Fahrzeug verbauten Kunststoffe zusammenhängt.

Landessieger im Fachgebiet Physik wurde Simon Hillebrandt (18) vom Gymnasium St. Mauritz in Münster, der Experimente zum Flugverhalten von zwei an den Böden miteinander verklebten Bechern durchführte und diese mittels Videoanalyse untersuchte. Florian Kämpchen (15), Patrick Dormanns (15) und Gustav Becker (15) vom Otto-Hahn-Gymnasium Bensberg in Bergisch Gladbach überzeugten die Jury im Fachgebiet Technik mit ihrem "Kitzretter", einem Detektionsgerät, das – außen am Traktor angebracht – Landwirte mittels Wärme- und Bildaufnahmen auf im Getreide liegende Rehkitze aufmerksam macht.

Für seinen Assistenzroboter "HelpRob3000" wurde Lucas Antonio Herrera Eckert von der Deutschen Schule Madrid, Spanien, mit dem Landessieg Technik ausgezeichnet. Der 16-Jährige baute einen auf einem Raspberry Pi basierenden Roboter, der mittels Bluetooth gesteuert wird und etwa heruntergefallene Objekte aufheben kann. Der Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit ging an Tilman Hoffbauer (17) vom Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf. Auf Basis von Flugschreiberdaten identifizierte er Bereiche, in denen Aufwinde herrschen. Diese Angaben können Segelflieger bei ihren Flügen unterstützen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 53. Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt statt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Merck mit Sitz in Darmstadt ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

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