Erfolgreich mit Grünalgen, Neutrinos und Quadrokopter

Hamburg/München, 22. März 2018

14 Jungforscher aus Bayern qualifizieren sich für das 53. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Constantin Geier, Landessieger Mathematik/Informatik 2017

Für den 53. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 14 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bayern qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in München ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Wacker Chemie AG, präsentierten 79 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 59 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Simon Niedt de Matos (18), Philipp Hohner (18) und Ogün Aksoy (20) von der Robert Bosch GmbH in Bamberg. Mit ihrem selbst geschriebenen Computerprogramm können Maschinen verwaltet und die Arbeitsabläufe in ihrer Ausbildungswerkstatt besser organisiert werden. In Biologie überzeugte Laura Holecek (18) vom Gymnasium Alexandrinum Coburg die Jury. Sie untersuchte die Wechselbeziehung sogenannter Arbuskulärer Mykorrhizapilze mit verschiedenen Pflanzen im Hinblick auf deren Mineralstoffaufnahme.

Moritz Hamberger (17) vom Katharinen-Gymnasium Ingolstadt siegte im Fachgebiet Chemie. In selbst konstruierten Bioreaktoren kultivierte er Grünalgen der Art Chlorella vulgaris. Aus ihnen gewann er Fette, die als Grundstoff für die Biodieselherstellung dienen können. Der Landessieg in Geo- und Raumwissenschaften ging an Lukas Rother (18) vom Otto-von-Taube-Gymnasium in Gauting. Er optimierte ein Modell zur Simulation der Temperatur auf dem Mond. Dank einer Berücksichtigung des Geländereliefs in hoher Auflösung sind besonders exakte Berechnungen möglich.

Gleich zwei Projekte wurden in Mathematik/Informatik mit dem Landessieg ausgezeichnet. Michael Lantelme (17) vom Humboldt-Gymnasium Vaterstetten überzeugte mit einem Projekt auf dem Gebiet der Zahlentheorie, bei dem er das sogenannte "Waringsche Problem" um den Operator "Subtraktion" erweiterte. Fionn Langhans (18) vom König-Karlmann-Gymnasium Altötting entwickelte mit "Feder" eine eigene einfache Programmiersprache, die auf allen gängigen Betriebssystemen läuft.

Auch im Fachgebiet Physik gab es zwei Landessiege. Elias Kohler (18) vom Vöhlin-Gymnasium Memmingen untersuchte, welche Parameter dafür verantwortlich sind, dass der Sand in einer Sanduhr schneller oder langsamer durch das Glas fällt. Mit einer Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Teilchenphysik war Elisabeth Walter (18) vom Paul-Pfinzing-Gymnasium Hersbruck erfolgreich. Sie versuchte mit einem eigenen Analyseprogramm die Existenz sogenannter schwerer Neutrinos nachzuweisen.

Noah Dormann (16) vom Chiemgau-Gymnasium Traunstein überzeugte im Fachgebiet Technik. Mit seiner selbst entwickelten Prüfanlage testete er die Eigenschaften von Gummis, die zum Antrieb von Modellflugzeugen für den Innenraumbetrieb genutzt werden. Ebenfalls mit einem Technik-Projekt erfolgreich waren Jonathan Fulcher (15) vom Wirsberg-Gymnasium und Luis Kleinwort (15) vom Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg. Für ihren selbst gebauten Quadrokopter entwickelten sie einen innovativen, handlichen Steuermechanismus, der es auch Laien ermöglicht, das Fluggerät zu manövrieren.

Der 17-jährige Paul Pöller vom Staatlichen Gymnasium Friedberg erhielt den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit. Mit seiner selbst konstruierten Messanlage für Bögen konnte er Aussagen über die jeweilige Kraft treffen, die Schützen beim Spannen verschieden geformter Bögen aufbringen müssen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 53. Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt statt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bun­despatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V.

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