Jugend forscht - erfolgreich mit autonomen Biosystemen, künstlicher Intelligenz und Trinkwasserreinigung

Hamburg/Leipzig, 26. März 2018

Sieben Jungforscher aus Sachsen qualifizieren sich für das 53. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Lisa-Marie Pumpa, Landessiegerin Biologie 2017

Für den 53. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sieben talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sachsen qualifiziert. Die Landessieger wurden am vergangenen Samstag in Leipzig in Anwesenheit des Sächsischen Staatsministers für Kultus Christian Piwarz ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von BMW Group Werk Leipzig, Globalfoundries Dresden und Siemens AG, präsentierten 26 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 22 Forschungsprojekte.

Landessiegerin im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Julia-Marie Gläser (19) vom "Glückauf"-Gymnasium Dippoldiswalde/Altenberg. Die Jungforscherin befasste sich mit einer der häufigsten Erkrankungen bei Hunden und Katzen: Otitis externa, der Entzündung des Außenohrs. Sie untersuchte einen möglichen Zusammenhang mit anderen Hautkrankheiten und Futtermittelunverträglichkeiten. Jonas Rotter von der Wilhelm-Ostwald-Schule in Leipzig errang den Landessieg im Fachgebiet Biologie. In seiner Forschungsarbeit befasste sich der 17-Jährige mit spezifischen Ablagerungen im Gehirn infolge von Alzheimer-Demenz. Diese so­ge­nannten Plaques lassen sich durch den Einsatz eines neuen Antikörpers sicht­bar machen.

Gleich zwei Landessiege gab es im Fachgebiet Chemie. Pascal Reeck (18) von der Wilhelm-Ostwald-Schule in Leipzig nutzte die Technik der gepulsten Elektrodeposition, um Nanostrukturen gleichmäßig mit Gold zu beschichten. Dies ist deutlich kostengünstiger als mit den üblichen Verfahren. Ebenfalls in diesem Fachgebiet erfolgreich war Konstantin Urban (17) vom Martin-Andersen-Nexö-Gymna­sium in Dresden mit einem Projekt auf dem Gebiet der Koordinationschemie. Im Bereich der Komplexbildung von sogenannten Iminliganden mit Schwer­metallen erzielte der 17-Jährige neue Erkenntnisse. Diese könnten dafür genutzt werden, Trinkwasser von darin gelösten Schadstoffen wie etwa Uran zu reinigen.

Felix Loos (17) vom Freien Gymnasium Borsdorf siegte im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Auf Basis von neuronalen Netzen entwickelte er eine künstliche Intelligenz (KI) zur Steuerung von Industrierobotern. Damit sollen sie leicht veränderte Aufgabenstellungen selbstlernend bewältigen. Im Fachgebiet Technik überzeugte Vincent Voigtländer (18) vom Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium in Dresden die Jury. Er konstruierte einen Roboter mit einem speziellen Antriebs­system, das das Fahren in jede Richtung ermöglicht. Dafür programmierte er unter anderem die Steuerungssoftware. Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurde Christoph Musch (17) vom G.-E.-Lessing-Gymnasium Hohenstein-Ernstthal ausgezeichnet. Er befasste sich mit dem umfangreichen Elektronikkonzept, das erforderlich ist, um im Weltraum ein autonomes Biosystem nach dem Vorbild der Erde zu unterhalten.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 53. Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt statt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Merck mit Sitz in Darmstadt ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

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