Mit Protektoren, Platinnanopartikeln und Laserpointer zum Erfolg

Hamburg/Darmstadt, 10. April 2018

14 Jungforscher aus Hessen qualifizieren sich für den 53. Bundeswettbewerb von Jugend forscht

von links: Sven Kroeckel, Leon Sieke und Niklas Deworetzki, Landessieger in Geo- und Raumwissenschaften 2017

Für das 53. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb haben sich 14 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hessen qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Darmstadt ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von Merck, präsentierten 76 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 39 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Anna Fleck (16) vom Marianum in Fulda und Adrian Fleck (19) von der Ferdinand-Braun-Schule in Fulda. Die beiden entwickelten aus Speisestärke einen speziellen Gelenkschutz für den Motorradsport. Die Effektivität dieses Protektors im Hinblick auf Energieabsorption und Haltbarkeit testeten sie mithilfe eines selbst konzipierten Messverfahrens. Jessica Grabowski (18), Annalena Bödiker (19) und Felicia Walter (19) vom Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel siegten im Fachgebiet Biologie. Sie befassten sich mit der verschieden intensiven Geschmackswahrnehmung des Bitterstoffs Phenylthiocarbamid. Dem Phänomen liegen Veränderungen im menschlichen Erbgut zugrunde, die die Jungforscherinnen analysierten.

Im Fachgebiet Chemie überzeugten Lena Kemper (18), Gyulten Mangova (17) und Luisa Gagalik (18) vom Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel die Jury. Die drei beschäftigten sich mit der chemischen Synthese von Gold- sowie Platinnanopartikeln, die sie unter anderem auf ihre optischen Eigenschaften sowie Größe und Form hin untersuchten. Im Fachgebiet Mathematik/Informatik war Robin Christ (17) vom Lessing-Gymnasium Lampertheim mit seinem selbst geschriebenen Programm zur Lösung der sogenannten Helmholtz-Gleichung erfolgreich. Diese spielt beispielsweise in der Akustik eine wichtige Rolle.

Jochan Brede (16), Tristan Brechtken (16) und Jannik Meyer (16) vom Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel errangen den Landessieg im Fachgebiet Physik. Sie gingen der Frage nach, warum sich um Laserpointer ein Flimmern beobachten lässt. Anhand von Experimenten, Berechnungen und einer Simulation entwickelten sie eine Theorie, um diesen chaotischen Effekt zu erklären. Technik-Landessieger wurde Adrien Jathe (16) von der Metropolitan School Frankfurt in Frankfurt am Main. Mittels kleiner Solarzellen und Flüssigkeitskristallen in einem Wabengitter konstruierte er eine spezielle Verdunklungstechnik. Damit lässt sich störender Lichteinfall automatisch, sektoral und stufenlos abschirmen.

Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurde Jule Thaetner (18) vom Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel ausgezeichnet. Sie entwickelte ein alternatives Verfahren zur Brustkrebsfrüherkennung. Anhand von Wärmebildaufnahmen machte sie im Rahmen einer klinischen Studie Temperaturunterschiede im Brustgewebe von Probandinnen sichtbar, die Aufschluss geben, ob und an welcher Stelle ein Krebsbefall vorliegt.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 53. Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt statt - gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Merck mit Sitz in Darmstadt ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

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