Jugend forscht – mit Flechten und Bootslacken zum Erfolg

Hamburg/Rostock, 13. März 2019

Sechs Jungforscherinnen aus Mecklenburg-Vorpommern qualifizieren sich für das 54. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Nina Brauer und Nils Hein, Landessieger Physik 2018

Für den 54. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sechs talentierte junge Wissenschaftlerinnen aus Mecklenburg-Vorpommern qualifiziert. Die Landessiegerinnen wurden heute in Rostock ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb Jugend forscht, der von der WEMAG AG und der Stadtwerke Rostock AG ausgerichtet wurde, präsentierten 73 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 33 Forschungsprojekte.

Landessiegerinnen im Fachgebiet Biologie wurden Svea Lübke (18), Frieda Engel (17) und Franziska Masberg (17) vom Innerstädtischen Gymnasium Rostock. Die Jungforscherinnen fragten sich, wie es um die Qualität des Stadtklimas ihrer Heimatstadt Rostock bestellt ist. Um dies herauszufinden, untersuchten sie das Wachstum von gegenüber Luftschadstoffen sensitiven Flechten an Bäumen im gesamten Stadtgebiet. Insgesamt fiel das Urteil der Nachwuchswissenschaftlerinnen positiv aus: Rostock verfügt demnach über ein relativ gutes Klima, wobei deutliche Unterschiede feststellbar sind. So konnten die Jungforscherinnen in Park- und Grünanlagen beim Flechtenwachstum eine weitaus größere Diversität nachweisen als in dicht bebauten Gebieten, was hier auf eine schlechtere Luftqualität schließen lässt.

Im Fachgebiet Chemie errang ebenfalls ein Team von Schülerinnen des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock den Landessieg. Lara Jessica Stoklasek (18), Franka Freytag (18) und Ailina Guljam (18) befassten sich in ihrem Forschungsprojekt mit sogenannten „Paint Flakes“. Das sind Farbteilchen, die sich beispielsweise aus Bootsanstrichen lösen und anschließend im Sediment von Gewässern anreichern. Durch die Analyse von Sedimentsproben konnten die Jungforscherinnen die Ablagerung von Farben und Lacken im Boden des Rostocker Fischereihafens und am Alten Strom, dem ehemaligen Mündungsarm des Flusses Warnow, nachweisen. Mittels verschiedener Spektroskopieverfahren gelang es ihnen, Aussagen über die Zusammensetzung der Partikel zu treffen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 54. Bundesfinale vom 16. bis 19. Mai 2019 in Chemnitz statt – gemeinsam ausgerichtet vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als Bundespateninstitution und von der Stiftung Jugend forscht e. V. Unterstützer der Veranstaltung sind die Siemens AG als Premiumpartner sowie der Freistaat Sachsen und die Stadt Chemnitz.

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