Mit Wasseramseln, Mikroalgen und Hologrammen zum Erfolg

Hamburg/Jena, 29. März 2019

17 Jungforscher aus Thüringen qualifizieren sich für das 54. Bundesfinale

Michael Boin (li.) und Kenneth von Bünau, Landessieger Geo- und Raumwissenschaften 2018

Für den 54. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 17 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Thüringen qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Anwesenheit von Bildungsminister Helmut Holter in Jena ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Jenoptik AG und der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), präsentierten 93 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 41 Forschungsprojekte.

Landessiegerinnen im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Johanna Alisa Berger (16) und Phi Nhung Nguyen Thi (16) von der Goetheschule Ilmenau. Sie nutzten die Möglichkeiten der Virtual Reality, um ein Lernspiel zum Thema Astronomie zu programmieren. Lisa Denner (17), Sophia Schwarz (17) und Clara Marie Schnei­der (17) vom Staatlichen Thüringischen Rhöngymnasium in Kaltensundheim überzeugten die Jury im Fachgebiet Biologie mit ihrem Forschungsprojekt zur Wasseramsel. Dabei konnten sie neue Erkenntnisse zum Einfluss von Gewässerbeschaffenheit und Wasserqualität des Flusses Felda auf das Vorkommen der Vogelart in der thüringischen Rhön gewinnen.

Milena Wiegand (18), Max Asenow (18) und Tina Munkewitz (18) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt siegten im Fachgebiet Chemie. Sie synthetisierten zwei neuartige Fluoreszenzfarbstoffe, mit denen sich Zellproteine markieren lassen. So ist es möglich, deren Beteiligung an bestimmten Prozessen im Körper nachzuverfolgen. Konrad Thiel vom Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz untersuchte anhand selbst erstellter Aufnahmen den Grund für die Auswahl der fünf potenziellen Landeplätze der Apollo-11-Mission im Jahr 1969. Der 16-Jäh­rige wurde Landessieger im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.

Beim chinesischen Legespiel "Tangram" lassen sich aus sieben geometrischen Teilen Figuren in unbegrenzter Variation bilden. Lediglich die Zahl der konvexen Figuren ist erwiesenermaßen auf 13 begrenzt. Sarah Sophie Pohl (17) vom Carl-Zeiss-Gymnasium Jena konnte beweisen, dass auch die Zahl möglicher Fünfecke endlich ist. Mit ihrer Lösung dieses Problems aus dem Jahr 1942 errang sie den Landessieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Im Fachgebiet Physik siegten Simon Fiebich (17), Louisa Weber (17) und Charlotte van Almsick (17) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt mit einer innovativen Übergangsjacke, die sich an die Temperaturschwankungen im Frühjahr und Herbst anpasst. Dies wird durch die Integration einer faltbaren Textilschicht ermöglicht.

Technik-Landessieger wurden Jonas Grajetzki (18) und Theo Sonnenberg (17) von der Jenaplan-Schule Jena. Sie entwickelten einen Versuchsaufbau, um die Fototaxis – also die durch Unterschiede der Beleuchtungsstärke beeinflusste Richtung der Fortbewegung – von Mikroalgen möglichst automatisiert untersuchen zu können. Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit sicherten sich Julian Reichardt (17), Nils Lißner (17) und Susanne Schmidt (17) vom Albert-Schweitzer-Gym­nasium Erfurt. Sie schrieben eine Software, mit der es auch ungeübten Personen möglich ist, am Computer Hologramme zu erzeugen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 54. Bundesfinale vom 16. bis 19. Mai 2019 in Chemnitz statt – ausgerichtet vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als Bundespateninstitution und von der Stiftung Jugend forscht e. V. Unterstützer der Veranstaltung sind die Siemens AG als Premiumpartner sowie der Freistaat Sachsen und die Stadt Chemnitz.

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