Erfolgreich mit Audiosystem, Gluten-Indikator und Plastikfilter

Hamburg/Schwarzheide, 4. April 2019

Sechs Jungforscher aus Brandenburg qualifizieren sich für das 54. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Frauke Seidel, Landessiegerin Mathematik/Informatik 2018

Für den 54. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sechs talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Brandenburg qualifiziert. Die Landessieger wurden gestern in Schwarzheide ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der BASF Schwarzheide GmbH, präsentierten 44 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 32 Forschungs­pro­jekte.

Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit errang Janika Müller (18) vom Hermann-von-Helmholtz-Gymnasium in Potsdam. Sie synthetisierte ein Molekül, das einem Antikörper des Klebereiweißes Gluten ähnelt. Damit gelang es der Jungforscherin, eine neue Methode zum Nachweis des für manche Menschen unverträglichen Stoffes in Lebensmitteln zu entwickeln.

Viele Duschgele enthalten winzige Plastikpartikel, die die Haut von Unreinheiten befreien sollen. Durch das anschließende Abwaschen vom Körper gelangen die Teilchen ins Abwasser. Um dieses zu reinigen, konstruierten die Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt, Patrick Kaufmann (15) und Jo Pank (15) von der Musikbetonten Gesamtschule "Paul Dessau" in Zeuthen, ein Filtersystem, das durch den Einsatz von Kieselalgen Mikroplastik aus dem Abwasser entfernt.

Gleich zwei Landessiege gab es im Fachgebiet Biologie. Patrick Riegner (17) vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Frankfurt (Oder) erforschte, mit welchen natürlichen Wirkstoffen sich Geflügelparasiten am effektivsten bekämpfen lassen. Auf Basis von Tests in Hühnerställen und in Laborversuchen ermittelte er zudem die für eine erfolgreiche Behandlung optimal einzusetzende Menge.

Auch Marik Müller vom Hermann-von-Helmholtz-Gymnasium in Potsdam überzeugte die Biologie-Jury. Der 15-Jährige setzte ein bestimmtes, selbst optimiertes Enzym ein, um das Antibiotikum Chloramphenicol in Laborabfällen zuverlässig abzubauen. Damit soll verhindert werden, dass der Stoff die nach Laborversuchen übliche Inaktivierung übersteht und so in die Umwelt gelangt.

Jonas Gericke (18) vom Gymnasium Villa Elisabeth in Wildau entwickelte einen alternativen Ansatz zur Verschlüsselung von Daten. Der Landessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik nutzte dazu die chaotischen Bewegungseigenschaften eines Doppelpendels, die er in numerisch lösbare Differenzialgleichungen übertrug.

Richard Gundermann (18) vom Gymnasium auf dem Leonardo da Vinci Campus Nauen wurde Landessieger im Fachgebiet Technik mit einem handlichen Verstärker. Dieser kann nicht nur die Effizienz von Audiosystemen verbessern, sondern verfügt auch über einen hochwertigen Klang.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 54. Bundesfinale vom 16. bis 19. Mai 2019 in Chemnitz statt – ausgerichtet vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als Bundespateninstitution und von der Stiftung Jugend forscht e. V. Unterstützer der Veranstaltung sind die Siemens AG als Premiumpartner sowie der Freistaat Sachsen und die Stadt Chemnitz.

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