Mit Methanol, Verschlüsselungs-App und Feinstaubfilter zum Erfolg

Hamburg/Stuttgart, 22. März 2018

18 Jungforscher aus Baden-Württemberg qualifizieren sich für das 53. Bundesfinale von Jugend forscht

Lukas Nullmeier, Landessieger Mathematik/Informatik 2017

Für den 53. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 18 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Stuttgart ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Robert Bosch GmbH, präsentierten 114 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 64 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Kevin Erdmann (19) und Lauritz Abel (20) vom Schüler-, Forschungs- und Technikzentrum Hohenlohe in Kün­zelsau. Sie optimierten verschiedene Verfahren zur Enteisung von LKW-Planen. Gerade im Winter stellen herunterfallende Eisschollen eine große Unfallgefahr dar. Teresa Augustin (19), Felix Kohlmeier (19) und Stefanie Mrozinski (18) siegten in Biologie. Am Heidelberger Life-Science Lab befassten sie sich mit Adenosintriphosphat (ATP), dem Energieträger in Zellen. Ein Ziel ihrer Forschungsarbeit war es, die ATP-Produktion an der Zellmembran von Bakterien zu steigern.

In Chemie siegten Max Wiedmaier (18) von der Geschwister-Scholl-Schule Konstanz und Akane Fukamachi (17) vom Heinrich-Suso-Gymnasium Konstanz. Es gelang ihnen, einen umweltfreundlichen Akkumulator aus einer sogenannten Berliner-Blau-Graphit-Zelle und einer Zinkhalbzelle herzustellen. Leander Harten­burg (16) und Leon Klein (16) vom phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck entwickelten ein mit Streulichtphotometern und Solarmodulen ausgestattetes Messsystem zur engmaschigen Analyse der Feinstaubbelastung in ihrer Heimatstadt. Sie waren in Geo- und Raumwissenschaften erfolgreich.

Den Landessieg in Mathematik/Informatik errangen Lukas Ruf (18) und Mai Saito (17) vom Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Tuttlingen. Die beiden entwickelten eine Verschlüsselungs-App zur sicheren Kommunikation in Online-Chats. Ebenfalls in diesem Fachgebiet erfolgreich war Michael Schmalian (18) vom Hector-Seminar in Karlsruhe. Er beschäftigte sich in seinem Projekt mit dem mathematischen Phänomen der sogenannten Translationsflächen.

Alexandra Martin (16), Yasmin Muderris (16) und Nahae Kühn (15) vom phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck überzeugten die Jury in Physik. Es gelang ihnen, kleine Styroporkügelchen mittels stehender Schallwellen berührungslos schweben zu lassen. Die Technik-Landessieger Johannes Fischbach (18) und Maximilian Backes (19) vom aluMINTzium in Emmendingen modifizierten einen normalen Verbrennungsmotor für den Langzeitbetrieb mit Methanol und eine höchstmögliche Effizienz bei der Verbrennung dieses Kraftstoffs.

Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurde Alice C. Höfler (18) vom Hegau-Gymnasium Singen ausgezeichnet. Sie konstruierte einen Feinstaubfilter für Kleinfeuerungsanlagen. Dieser kann vor den Schornstein gesetzt werden und trennt so rund 98 Prozent der entstehenden Feinstaubpartikel ab.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 53. Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt statt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Merck mit Sitz in Darmstadt ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

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