Mit Koffein, Carrerabahn und Kunststoff zum Erfolg

Hamburg/Ludwigshafen, 22. März 2018

Zehn talentierte Jungforscher aus Rheinland-Pfalz qualifizieren sich für das 53. Bundesfinale von Jugend forscht

Finn Lauppert von Peharnik, Landessieger Geo- und Raumwissenschaften 2017

Für den 53. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich zehn talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Rheinland-Pfalz qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Ludwigshafen ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der BASF SE, präsentierten 63 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 40 Forschungs­projekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Josua Schmitz (15) von der Berufsbildenden Schule Vulkaneifel Gerolstein. Ziel seines Forschungsprojekts war es, das CO2 aus den Abgasen eines Verbrennungsmotors herauszufiltern, um es als Rohstoff zu verwenden und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Ann-Christin Belzer (18) vom Rudi-Stephan-Gymnasium Worms siegte im Fachgebiet Biologie. Mithilfe verschieden stark konzentrierter koffeinhaltiger Flüssig­keiten analysierte die Jungforscherin die Auswirkungen dieses Stoffes auf das Wurzelwachstum von Küchenzwiebeln.

Dem Chemie-Landessieger Julius Domack (17) vom Gymnasium Nieder-Olm gelang es, mit einer selbst konzipierten Chemilumineszenz-Reaktion umweltgefährdende Stoffe wie etwa Hormone bereits in geringen Konzentrationen nachzuweisen. Den ersten Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften errang Tobias Hauf vom Sebastian-Münster-Gymnasium in Ingelheim am Rhein. Der 16-Jährige setzte sich zum Ziel, spezielle Kunststoffverbindungen zu finden, die im Meerwasser schneller zerfallen, um so die Verschmutzung der Ozeane durch Plastikabfälle zu reduzieren.

Im Fachgebiet Mathematik/Informatik überzeugte Ferdinand Krämer (19) vom Johannes-Gymnasium Lahnstein die Jury. Er programmierte ein selbstlernendes Computerprogramm für Carrera-Autorennbahnen. Mit der Software gesteuerte Rennwagen haben eine reale Siegeschance gegen menschliche Gegner. Max von Wolff vom Megina-Gymnasium Mayen war im Fachgebiet Physik erfolgreich. Der 18-Jährige entwickelte eine neuartige Methode, um die Größenverteilung von Regentropfen zu ermitteln. Die so gewonnenen Daten ermöglichen es, die bislang gängige Wettervorhersage zu verbessern.

Philipp Salm (14), Gabriel-Marius Hartmann (16) und Jonas Mannweiler (14) von der Jugend forscht Schüler AG Neustadt an der Weinstraße setzten sich im Fachgebiet Technik durch. Für die Verwendung in Küchen konstruierten die drei eine spezielle Abzugshaube mit automatischer Löschfunktion. Diese nutzt Schallwellen, wodurch sich die Löschschäden verringern lassen. Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurde Lukas Prestel (18) vom Johannes-Gymnasium Lahnstein ausgezeichnet. Mittels Analyse der scheinbaren Bewegung von Sonnenflecken auf der Oberfläche der Sonne gelang es dem Jungforscher, die unterschiedlichen Perioden der Sonnenrotation zu bestimmen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 53. Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt statt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Merck mit Sitz in Darmstadt ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

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