Jugend forscht – erfolgreich mit Flugzeugflügel und Tomaten

Hamburg/Saarbrücken, 23. März 2018

Elf Jungforscher aus dem Saarland qualifizieren sich für das 53. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Laura Herget (links) und Anja Monstadt, Landessiegerinnen Arbeitswelt 2017

Für den 53. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich elf talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Saarland qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Saarbrücken ausge­zeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der IHK Saar­land und der TÜV NORD Bildung Saar GmbH, präsentierten 97 Jungforscherin­nen und Jungforscher insgesamt 58 Forschungsprojekte.

Den Landessieg im Fachgebiet Arbeitswelt errangen Marie-Luise Gierend (18) und Annika Müller (17) vom Johannes Kepler Gymnasium in Lebach mit einer selbst entwickelten Rumpforthese für Skoliose-Patienten. Ihr medizinisches Hilfs­mittel soll es Betroffenen erleichtern, sich an Druck, Enge und mangelnde Flexibilität des anschließend eingesetzten Korsetts zu gewöhnen, mit dem die Verkrümmung der Wirbelsäule behandelt wird. Konstantin Thüre von der Universität des Saarlandes siegte im Fachgebiet Biologie. Er ging der Frage nach, wie das menschliche Gehirn am effektivsten Vokabeln lernt. Mithilfe eines selbst konzipierten Tests fand er heraus, dass seine Probanden neue Wörter schneller erinnerten, wenn diese mit einem Bild kombiniert wurden. Welche Hirnareale dabei aktiv sind, konnte der 19-Jährige im Magnetresonanztomografen sichtbar machen.

Dem Allergengehalt roter und gelber Tomaten ging Tom Binkle (17) vom Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken auf den Grund. Dazu bestimmte der Landessieger im Fachgebiet Chemie mit modernen Methoden den Histamin- und Serotoningehalt verschiedener Tomatensorten. Seine Ergebnisse korrelierte er mit Blutproben. So konnte er zeigen, dass es Menschen gibt, die auf bestimmte Tomatenproteine mit einem erhöhten Allergierisiko reagieren. Landessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik wurde Marcel Ullrich (19) von der Universität des Saarlandes. Der Jungforscher programmierte eine Zeichen-Software, die es jedem Menschen ermöglicht, vierfarbige Skizzen in Gemälde mit hoher künstlerischer Qualität umzuwandeln. Dafür nutzte er die Möglichkeiten neuronaler Netze und selbstlernender Systeme.

Im Fachgebiet Physik überzeugten Nicolay Braun (14), Simon Jeger (14) und Maxim Trinczek (16) vom Peter-Wust-Gymnasium in Merzig die Jury. Die Drei untersuchten Auftrieb und Luftwiderstand von Flügelprofilen in Abhängigkeit von Strömungsgeschwindigkeit und Anstellwinkel. Dafür bauten sie einen Windkanal und eine spezielle Messvorrichtung zur Ermittlung der verschiedenen aerodynamischen Größen. Til Klein (18), Silas Scholl (18) und Simon Friedel (17) vom Johannes Kepler Gymnasium in Lebach waren im Fachgebiet Technik erfolgreich. Sie entwickelten eine innovative Jonglierkeule, die sich passend zum künstlerischen Programm und zur Musikauswahl von innen beleuchten lässt. Ein von außen aufladbarer Akku realisiert die Energieversorgung. Die Lichteffekte erzeugen verschiedenfarbige LEDs, die über einen Arduino angesteuert werden.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 53. Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt statt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Merck mit Sitz in Darmstadt ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

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