Jugend forscht – erfolgreich mit Mikroplastik, Börsenkursen und Chaostheorie

Hamburg/Schwarzheide, 11. April 2018

Zwölf Jungforscher aus Brandenburg qualifizieren sich für das 53. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Katharina Gurk, Landessiegerin Biologie 2017

Für den 53. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich zwölf talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Brandenburg qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Schwarzheide ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der BASF Schwarzheide GmbH, präsentierten 55 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 34 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Biologie wurde Patrick Riegner (16) vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Frankfurt (Oder). Der Jungforscher präsentierte experimentelle Untersuchungen zum Milbenbefall bei Hühnern. Ziel seines Forschungsprojekts war es, natürliche Mittel zur Bekämpfung dieser Spinnentiere zu identifizieren, von denen weder für Hühner noch für Menschen Gesundheitsgefahren ausgehen. Arne Göthling (15), Niclas Preisser (15) und Gino Martin (14) vom Einstein-Gymnasium in Neuenhagen bei Berlin siegten im Fachgebiet Chemie. Die drei untersuchten den Kühleffekt von Kaliumiodid, um diesen Stoff für die Herstellung mehrfach verwendbarer Coolpacks zu nutzen.

Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften überzeugten Swantje Pieplow (17), Felix Pochert (18) und Annegrit Hübner (17) vom Friedrich-Schiller-Gymnasium in Königs Wusterhausen die Jury. In ihrer Forschungsarbeit gingen sie der Frage nach, ob die Verunreinigung von Wasser durch kleine Plastikpartikel auch in ihrer Region ein Problem darstellt. Tatsächlich konnten sie mithilfe quantitativer Analysen Mikroplastik im Abwasser der Kläranlage Ludwigsfelde nachweisen. Den Landessieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik errang Frauke Seidel (18) vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Frankfurt (Oder). Sie befasste sich mit wiederkehrenden, selbstähnlichen Verlaufsmustern in Börsenkursen. Dabei untersuchte sie anhand der DAX-Kurve, ob sich diese mathematischen Regelmäßigkeiten mit der menschlichen Psychologie begründen lassen.

Johannes Wolansky vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Frankfurt (Oder) war im Fachgebiet Physik erfolgreich. Der 18-Jährige setzte sich zum Ziel, am Beispiel des Doppelpendels einen Einblick in die Chaostheorie zu geben. Dazu erstellte er unter anderem eine Simulation, die den zeitlichen Verlauf der Pendelbewegungen darstellt. Mit dem Landessieg im Fachgebiet Technik wurden Eloy Schröter (17), Thomas Döding (18) und Tim Pokart (17) vom Max-Steen­beck-Gymnasium in Cottbus ausgezeichnet. Die Jungforscher bauten einen innovativen Prototyp zur Realisierung variabler Einlaufgeometrien für zivile Flugzeugtriebwerke. Der Trieb­werkseinlauf hat die Aufgabe, die Antriebseinheit insbesondere während des Flugzeugsstarts störungsfrei mit Luft zu beliefern.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 53. Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt statt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Merck mit Sitz in Darmstadt ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

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