Jugend forscht Preisträger in den USA erfolgreich

Hamburg/Pittsburgh, 22. Mai 2018

Deutsches Team erringt 13 Preise bei weltgrößtem MINT-Schülerwettbewerb Intel International Science and Engineering Fair 2018 in Pittsburgh

Quelle: Frank Paul

Bei der 69. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Pittsburgh, Pennsylvania hat sich das 18-köpfige deutsche Team erfolgreich präsentiert und insgesamt 13 Preise gewonnen. Die Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend forscht waren in der vergangenen Woche in den USA beim weltweit größten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb mit elf innovativen Forschungsprojekten an den Start gegangen. An der Intel ISEF, die vom 8. bis 13. Mai 2018 ausgetragen wurde, nahmen rund 1 800 junge Wissenschaftler aus über 75 Ländern teil.

Frederik Dunschen (19) aus Münster wurde im Fachgebiet Engineering Mechanics mit dem Intel ISEF Best of Category Award in Höhe von 5.000 US-Dollar ausgezeichnet. Im selben Fach gewann er auch einen mit 3.000 US-Dollar dotierten ers­ten Preis. Ferner erhielt er als Sonderpreis einen ersten Preis des American Institute of Aeronautics & Astronautics in Höhe von 2.500 US-Dollar. Der 19-jährige überzeugte mit seinem originellen Monokopter. Er besteht aus einem einzigen, zweiflügeligen Rotor, der von zwei winzigen Propellern in Rotation versetzt wird.

Im Fachgebiet Embedded Systems wurde Lukas Nullmeier (19) aus Waiblingen mit einem zweiten Preis in Höhe von 1.500 US-Dollar ausgezeichnet. Der 19-Jäh­rige konstruierte einen für das Auge ungefährlichen Infrarot-Laserpointer. Einen mit 1.500 US-Dollar dotierten zweiten Preis errangen Lennart Resch (17) und Tim Kubetzko (18) aus Lörrach mit ihrem Projekt "Galileis Leiteralbtraum" im Fachgebiet Physics and Astronomy. Ebenfalls einen zweiten Preis in Höhe von 1.500 US-Dollar erhielten Jessica Kirchner (18) aus Greven und Jonas Boukamp (19) aus Salzber­gen im Fachgebiet Plant Sciences. Sie gingen der Frage nach, ob die giftigen Alkaloide des Jakobskreuzkrauts über Bienen in unseren Honig gelangen können.

Nele Tornow (19) aus Geesthacht und Fabian Rimmele (19) aus Börnsen gewannen mit ihrem innovativen Taststock für Sehbehinderte einen mit 1.000 US-Dollar dotierten dritten Preis im Fachgebiet Engineering Mechanics. Trifft ein Wasserstrahl senkrecht von oben auf eine raue Oberfläche, bildet das abfließende Wasser ein charakteristisches Linienmuster. Matthias Grützner (17), Julian Egbert (17) und Arne Geipel (17) aus Berlin wurden für ihren überzeu­genden Erklärungsansatz zu diesem Phänomen mit einem dritten Preis in Höhe von 1.000 US-Dollar im Fachgebiet Physics and Astronomy ausgezeichnet. Vladimir Danila (18) aus Hilden erhielt für seine günstige Alternative zu professionellen Grafikprogrammen einen mit 1.000 US-Dollar dotierten dritten Preis im Fachgebiet Systems Software.

Jannik Meyer aus Baunatal überzeugte die Jury mit seinem Ionenfallen-Massen­spektrometer, das Staubteilchen statisch auflädt, nach ihrer Masse trennt und in einem neuen Verfahren mittels Streuung von Laserlicht detektiert. Damit gewann er im Fachgebiet Physics and Astronomy einen vierten Preis in Höhe von 500 US-Dollar sowie als Sonderpreis einen mit 1.000 US-Dollar dotierten zweiten Preis der Spectroscopy Society of Pittsburgh. Ronja Spanke (18) aus Steinen präsentierte Erklärungsansätze für die Ursachen des Phänomens zentnerschwerer, wandernder Steine an zwei Orten in Kalifornien und Spanien. Dafür wurde sie mit einem Certificate of Honorable Mention der American Meteorological Society sowie einer Honorable Mention der National Aeronautical and Space Administration als Sonderpreise ausgezeichnet.

"Mit elf Forscherteams haben wir neun 'Grand Awards' gewonnen. Das belegt eindrucksvoll, dass wir in Deutschland über leistungsstarke, international konkurrenzfähige junge Forscher und Erfinder verfügen", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V.

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