Mit Schallschutzhaube, Seltenen Erden und Myzelien zum Erfolg

Hamburg/Bremen, 1. April 2019

Sieben Jungforscher aus Bremen qualifizieren sich für das 54. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

v. li.: Benedikt Stock, Abhik Pal und Marco David, Landessieger Mathematik/Informatik 2018

Für den 54. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sieben talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bremen qualifiziert. Die Landessieger wurden vergangenen Freitag in Anwesenheit von Bildungssenatorin Dr. Claudia Bogedan in der Hansestadt ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von Airbus, präsentierten 31 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 18 Forschungsprojekte.

Landessiegerin im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Jana Franz (19) vom Technischen Bildungszentrum Mitte. Sie entwickelte ein spezielles Computerprogramm zur Visualisierung von Schallschutzhauben für Schiffsmotoren. Dieses basiert auf dem Baukastenprinzip, weshalb der Nutzer die Anlagen ohne vertiefte Vorkenntnisse selbst am Bildschirm konzipieren und zusammenstellen kann.

Der Chemie-Landessieger Jan Felix Schuster (19) von der Jacobs University Bremen befasste sich mit der Rückgewinnung sogenannter Seltener Erden aus alten Elektrogeräten. Der Jungforscher fand einen neuen Ansatz, wie sich diese wertvollen Stoffe möglichst umweltschonend aus Magneten, die etwa in Smartphones und Computern verbaut sind, recyceln lassen.

Frederik Hachmeister vom Forscherteam Bremen errang den Landessieg im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Der 18-Jährige präsentierte ein Forschungsprojekt zur Schwermetallkontamination von Böden und Flora im Harz. Bei seinen Untersuchungen konzentrierte er sich auf das Gebiet um den Oberlauf des Flusses Innerste.

Im Fachgebiet Physik überzeugten Vithusa Thirunavukarasu (18), Melanie Brehmer (18) und Burak Emir Kosar (18) vom Gymnasium Vegesack die Jury. Sie gingen der Frage nach, wie sich das Problem der Bläschenbildung bei Lagerung und Transport von Flüssigkeiten im Weltraum lösen lässt. Ihre Idee ist es, das Verhalten der Flüssigkeiten durch die gezielte Erzeugung eines Vortex, also eines Wirbels, positiv zu beeinflussen.

In Technik siegte Kolja Diehl (16) von der Gesamtschule Bremen-Mitte. Er hatte sich insbesondere zum Ziel gesetzt, die Einzelteile eines Bambusfahrradrahmens mit umweltfreundlichen Werkstoffen anstelle der üblicherweise verwendeten krebserregenden Epoxidharze zu verbinden. Er experimentierte mit auf Myzelien basierenden Werkstoffen und konnte zeigen, dass diese fadenförmigen Zellen von Pilzen tatsächlich in organische Materialien wie Bambus hineinwachsen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 54. Bundesfinale vom 16. bis 19. Mai 2019 in Chemnitz statt – gemeinsam ausgerichtet vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als Bundespateninstitution und von der Stiftung Jugend forscht e. V. Unterstützer der Veranstaltung sind die Siemens AG als Premiumpartner sowie der Freistaat Sachsen und die Stadt Chemnitz.

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