Mit Höhlenforschung, Körpersprache und Agrarroboter ins Finale

Hamburg/Darmstadt, 28. März 2019

13 talentierte Nachwuchswissenschaftler aus Hessen qualifizieren sich für den 54. Bundeswettbewerb von Jugend forscht

v. li.: Annalena Bödiker, Felicia Walter und Jessica Grabowski, Landessiegerinnen Biologie 2018

Für das 54. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb haben sich 13 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hessen qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Anwesenheit des hessischen Kultusministers Prof. Dr. R. Alexander Lorz in Darmstadt ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von Merck, präsentierten 73 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 36 Forschungsprojekte.  

Den Landessieg im Fachgebiet Arbeitswelt errangen Xenia Epp (16), Lisa May (13) und Emily Bauer (16) von der Elisabethschule in Marburg. Die Jungforscherinnen wollen Vortragenden mit Tipps zum richtigen Einsatz von Körpersprache zum Erfolg verhelfen. Auf Basis sensorgestützter Analysen entwickelten sie praktische Hilfsmittel, mit denen sich eine optimale Körpersprache trainieren lässt. Nicht nur die Weltmeere, auch viele Ackerböden sind mit Mikroplastik verunreinigt. Biologie-Landessieger Christos Assiklaris (17) von der Albert-Schweitzer-Schule in Offenbach will durch den Einsatz insektenpathogener Pilze Abhilfe schaffen. In Versuchen wies er nach, dass diese Mikroorganismen den Kunststoff Polyurethan biologisch abbauen können.  

Leon Kausch (20), Leon Nitsche (16) und Moritz Grumann (18) vom SchülerForschungsZentrum Nordhessen in Kassel siegten im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Auf Basis selbst entwickelter Methoden und unter Berücksichtigung des Höhlenschutzes erforschten sie die Križna Jama, eine Karstwasserhöhle in Slowenien. Ihre Untersuchungen gaben unter anderem Aufschluss über das Vorkommen lebender Organismen und den Wasserlauf in der Höhle. Den ersten Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik sicherte sich Vinh Phuc Tran (17) von der Edith-Stein-Schule in Darmstadt. Sein Ziel war es, durch den Einsatz von Deep Learning die sogenannte automatische optische Inspektion zu optimieren. Dieses Prüfverfahren wird etwa bei der Herstellung von Leiterplatten angewendet.    

Jochan Brede (17) vom SchülerForschungsZentrum Nordhessen in Kassel überzeugte die Jury in Physik. Er entwickelte ein kostengünstiges mobiles Gerät zur Vermessung von Oberflächen. Um deren Beschaffenheit zu bestimmen, machte er sich das Phänomen sogenannter Laser Speckles zunutze. Diese Muster entstehen, wenn der Strahl eines Laserpointers auf eine Fläche trifft, und variieren je nach deren Struktur. Landessieger im Fachgebiet Technik wurden Tom Götz (17), Moritz Neumann (17) und Nikita Tatsch (18) vom Lessing-Gymnasium Lampertheim mit einem vielseitigen Agrarroboter. Er übernimmt Arbeiten wie etwa das Wässern oder Düngen von Feldern und könnte so künftig Landwirte entlasten. Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielt Aaron Schlitt (17) vom SchülerForschungsZentrum Nordhessen in Kassel. Mit „cryptStick“ entwickelte er einen portablen Datenträger, auf dem Zugangsdaten für Online-Accounts verschlüsselt gespeichert werden, mit zugehöriger Software. Dieser soll Identitätsdiebstähle vermeiden und bietet eine Alternative zur Nutzer-Authentifizierung mittels herkömmlicher Passwörter.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 54. Bundesfinale vom 16. bis 19. Mai 2019 in Chemnitz statt – ausgerichtet vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als Bundespateninstitution und von der Stiftung Jugend forscht e. V. Unterstützer der Veranstaltung sind die Siemens AG als Premiumpartner sowie der Freistaat Sachsen und die Stadt Chemnitz.

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