Mit Staubsaugerdüse, Libellen und Galaxie-Simulation zum Erfolg

Hamburg/Leverkusen, 4. April 2019

14 Jungforscher aus Nordrhein-Westfalen qualifizieren sich für das 54. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Johanna Carolin Kardorff, Landessiegerin Biologie 2018

Für den 54. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 14 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen qualifiziert. Die Landessieger wurden gestern in Anwesenheit von Bildungsministerin Yvonne Gebauer in Leverkusen ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Bayer AG, die sich seit 1966 als Patenunternehmen von Jugend forscht engagiert, präsentierten 72 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 50 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Felix Röwekämper (22) aus Ibbenbüren. Er konstruierte eine innovative Staubsaugerdüse, die sich Raumecken und Zwischenräumen flexibel anpasst. Somit entfällt lästiges Möbelrücken beim Wohnungsputz. Meike Terlutter (20) von der Maximilian-Kolbe-Gesamt­schule in Saerbeck sicherte sich mit ihren Untersuchungen zum Libellenvorkommen im Naturschutzgebiet Hanfteich im Kreis Steinfurt den Landessieg in Biologie. Zusätzlich zur statistischen Datenanalyse verglich sie verschiedene Erhebungsmethoden.

Im Fachgebiet Chemie überzeugte Jona Kriese (17) vom Gymnasium Waldstraße in Hattingen die Jury. Er untersuchte die Möglichkeiten zur umweltfreundlichen Stromerzeugung aus Salz. Dabei machte er sich den Temperaturabfall zunutze, der entsteht, wenn manche Salze sich unter Aufnahme von Umgebungswärme in Wasser auflösen. Juliane Neußer (17) und Moritz van Eimern (17) vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal sicherten sich den Landessieg in Geo- und Raumwissenschaften. Mittels spektroskopischer Analysen erforschten sie die Sternwinde zweier sogenannter Leuchtkräftiger Blauer Veränderlicher Sterne.

Linus Schmidt (16) vom Gymnasium am Markt in Bünde war in Mathematik/Informa­tik erfolgreich. Seine künstliche Intelligenz (KI) soll künftig eigenständig Gespräche führen. Dank eines besonderen Algorithmus kann sich sein System den Kontext von Unterhaltungen erschließen. Ein zweiter Landessieg in diesem Fachgebiet ging an Emile Hansmaennel vom Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf. Der 18-Jährige schrieb ein Computerprogramm, das die Entstehung von Galaxien simulieren kann.

Auch im Fachgebiet Technik gab es zwei Landessiegerprojekte. Ruben Rodermann (16) von der Städtischen Gesamtschule Heiligenhaus wurde für seine computergesteuerte 3-D-Fräse ausgezeichnet. Mit ihr lassen sich stabile Werkstücke aus unterschiedlichen Materialien fertigen. Leonard Sondermann (18), Felix Ulonska (18) undMoritz Kunz (18) vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster entwickelten auf Basis der sogenannten Blockchain-Technologie ein optimiertes Ladenetz für Elektroautos. Dieses soll zudem die diversen Anbieter von Ladesäulen miteinander vernetzen.

Die Physik-Landessieger Anton Fehnker (17) und Simon Raschke (17) vom Gymnasium St. Mauritz in Münster analysierten die wellenförmigen Muster, die Autoreifen auf Schotter erzeugen. In Versuchen erlangten sie unter anderem Aufschluss über den Zusammenhang von Rollgeschwindigkeit und Struktur dieser sogenannten Rippel. Carolin Kohl (17) vom Paul-Klee-Gymnasium in Overath errang den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit. Sie fragte sich, inwiefern ein bestimmtes neuronales Netz, das sogenannte Multilayer-Perzeptron, geeignet ist, in den im Rahmen eines CERN-Experiments gewonnenen Daten Hinweise auf Dunkle Materie zu finden.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 54. Bundesfinale vom 16. bis 19. Mai 2019 in Chemnitz statt – gemeinsam ausgerichtet vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als Bundespateninstitution und von der Stiftung Jugend forscht e. V. Unterstützer der Veranstaltung sind die Siemens AG als Premiumpartner sowie der Freistaat Sachsen und die Stadt Chemnitz.

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